Projekt B14

Genetische und umweltbedingte Einflüsse auf die Gefäßfunktion bei primärem Aldosteronismus

Hauptforscher:innen

Prof. Dr. rer. nat.
Michael Mederos y Schnitzler

LMU München,

Walther Straub Institute of Pharmacology and Toxicology, Faculty of Medicine,

mederos[at]lrz.uni-muenchen.de

Dr. med.
Holger Schneider

LMU Klinikum München,

Department of Internal Medicine IV, Endocrinology,

holger.schneider[at]med.uni-muenchen.de

Prof. Dr. med.
Felix Beuschlein

LMU Klinikum München,

Department of Internal Medicine IV, Endocrinology,

Universitätsspital Zürich,

felix.beuschlein[at]usz.ch

Prof. Dr. med. Thomas Gudermann
LMU München, Walther Straub Institute of Pharmacology and Toxicology, Faculty of Medicine, Thomas.gudermann[at]lrz.uni-muenchen.de

Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen

Twinkle Vohra – Postdoc
Julien Kocabiyik – PhD student
Michaela Höhne – TA

Projektbeschreibung

Die Ursachen für die übermäßige kardiovaskuläre Morbidität bei Patienten mit primärem Aldosteronismus (PA) sind nicht eindeutig geklärt, aber wahrscheinlich spielen sowohl genetische als auch umweltbedingte Faktoren eine Rolle, die sowohl die Aldosteronsekretion als auch deren schädliche Wirkung auf die Zielgewebe beeinflussen. Klinische Studien deuten darauf hin, dass die Aufnahme von Salz und Fett in der Nahrung zu den relevanten Umweltfaktoren gehört. Es ist noch nicht bekannt, ob diese Faktoren die schädlichen Auswirkungen von Aldosteron auf die Gefäßstruktur und -funktion lediglich verstärken oder ob die Hypersekretion von Nebennierensteroiden durch die Ernährung noch verschlimmert wird.

In der zweiten Förderperiode zielen wir daher darauf ab, die Prozesse, die den Gefäßumbau bei PA steuern, genauer zu verstehen und innovative Wege zur Therapie zu definieren. Therapeutische Fortschritte wären höchstwahrscheinlich auch bei essentieller Hypertonie anwendbar und hätten somit eine enorme Bedeutung für die öffentliche Gesundheit.

Konkret wollen wir die Wechselwirkungen zwischen ernährungsbedingten Umweltstressoren und endogenem Hyperaldosteronismus charakterisieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Auswirkungen auf die Nebennieren und das Herz-Kreislauf-System. Wir sind bestrebt, pathophysiologisch geleitete Therapien zu entwickeln, die gleichzeitig die Übersekretion der Nebenniere und kardiovaskuläre Fehlreaktionen angehen.

Ziele

(I) Bestimmung der kombinierten Auswirkungen von Mineralokortikoidüberschuss und Ernährungsstress auf die kardiovaskuläre und adrenale Funktion auf Gewebeebene.

(II) Identifizierung von Nebennieren- und Gefäßzelltypen, die von Aldosteron und Umweltstressoren betroffen sind.

(III) Ermittlung des Nutzens neuartiger therapeutischer molekularer Mechanismen, die die gewebeschützenden mechanosensitiven Gefäßreflexe und die Normalisierung der Mineralokortikoidproduktion der Nebenniere bei ernährungsbedingtem endogenem Hyperaldosteronismus betreffen.

Publikationen (SFB/TRR 205 eingeschlossen)